Uncle Montague's Tales of Terror - Chris Priestley, David   Roberts Edgar besucht seinen Onkel Montague, der gerne Geschichten erzählt. Er wohnt in einem Haus, versteckt in einem Wald und bei einer Tasse Tee erzählt der alte Herr dem Jungen unglaubliche Geschichten über Kinder und unheimliche Ereignisse.

„Tales of Terror“ fast den Inhalt ziemlich gut zusammen, denn es sind Geschichten des Grauens, die der alte Onkel hier dem jungen Edgar erzählt. Geschichten in denen Kindern unglaubliches zustößt... aber Edgar, gewitzt und skeptisch, glaubt natürlich kein Wort davon. Auch wenn er mit dem seltsamen Onkel in einem sehr seltsamen Haus sitzt und in den Momenten zwischen den Geschichten unheimliches bemerkt. Er glaubt nichts...

Hintergründe:
Chris Priestley hat hier ein wunderbares kleines Buch voller Gruselgeschichten geschrieben. Die einzelnen Geschichten, die in einem sehr schönen, an viktarionische Zeiten erinnernden Stil geschrieben sind, werden von einigen Illustrationen, die, von David Roberts gezeichnet, den gruseligen Schauer noch unterstützen. Die Rahmenhandlung in die die einzelnen Geschichten eingebettet sind lassen zu Anfang noch den jungen, ungläubigen Edgar glänzen, der mit Bravour eine Menge Argumente hat, warum man all diese Geschichten nicht glauben sollte, doch gegen Ende bröckelt diese Sicherheit sichtlich und Edgar erfährt schließlich am eigenen Leib, woher sein Onkel all die Objekte hat, die er in seiner Bibliothek sammelt... und woher er die Geschichte hinter diesen Dingen kennt.

Bewertung:
Ich hab mich köstlich amüsiert. Dieses Kinderbuch brachte mich zurück in meine eigene Kindheit, wo ich von schaurigen Geschichten nie genug bekommen konnte. Die Illustrationen sind witzig, aber auch unheimlich und die Geschichten durch ihren altmodischen Stil genauso wie ich es aus meiner Kinderzeit her kannte. Manche davon sind wirklich grausam doch wie als Kind, konnte ich mich von den Seiten erst lösen, wenn Onkel Montague eine Geschichte beendet hatte. Edgars skeptischer Blick auf die Worte seines Onkels ist amüsant vor allem als sein Mund zwar weiterhin tapfer versucht die Dinge zu erklären, aber sein Verhalten beginnt die Angst zu zeigen, die der Onkel verursacht. Durch die Rahmenhandlung und die abschließende Geschichte werden all die kleinen Erzählungen in eine große, ganze eingebunden und letztlich ist es weniger eine Sammlung von Kurzgeschichten als eine große Geschichte, die man sich mit Edgar gemeinsam zusammenreimen kann...

Fazit:
Gruselig und unheimlich, für sehr sensible Kinder sicherlich nichts, aber eine schöne Quelle für Spukgeschichten... die Raum für eigenen Schauder und Nachdenklichkeiten lassen.