Der Elektrische Mönch (Dirk Gently's Holistische Detektei, #1) - Douglas Adams Dirk Gently's Holistische Detektei (man beachte den Deppen-Apostroph der deutschen Ausgabe) oder auch der Elektrische Mönch ist ein typisches Douglas Adams Buch, in dem die Realität wie wir sie kennen sich windet und biegt und irgendwie nicht mehr die gleiche bleibt. Ob er es wirklich geschafft hat ein neues Genre: das erste Geister-Horror-Wer ist der Täter-Zeitmaschinen-Romanzen-Komödien-Musical-Epos zu erschaffen, wie er es auf dem Klappentext verspricht? Ein wenig von all dem ist auf jedenfalls in diesem Buch zu finden, und ich finde anders als bei den „Anhalter“-Romanen, geht hier alles ein wenig langsamer und lesefreundlicher zu.
Der Held selbst wird am Anfang nur erwähnt, als ein mysteriöser Mensch mit sonderbaren Talenten, er taucht erst zur Mitte des Buches auf. Zuvor erfahren wir, wie Richard MacDuff sein ziemlich "nerdiges" Leben lebt, lernen den Professor für Chronologie aus Cambridge kennen und schlagen uns mit einem seltsamen Mönch herum, einer Art Roboter, geschaffen um zu glauben, wo der Mensch nur noch Zweifelt, während Richards Chef, Gordon Way, unter seltsamen Umständen ums Leben kommt.
Wie soll das alles nur zusammen passen? Dafür gibt es Dirk Gently, der seine Fälle immer aus dem großen Zusammenhang löst und sich niemals in den Details verliert... und schließlich bleibt dann noch die große Frage nach dem Leben, dem Universum und... ach nein, das ist das falsche Buch, diesmal geht es doch um Schrödingers Katze oder auch die Frage: „Wenn im Wald ein Baum umfällt, macht er dann, wenn niemand da ist, überhaupt ein Geräusch?“
Wie schon in den „Anhalter“-Romanen weckt Adams beim Lesen seiner Bücher das Interesse an Physik, Methaphysik und ähnlich, selbst wenn es einen Leser wie mich trifft, der davon einfach keine Ahnung hat... aber heutzutage gibt es für solche Fälle ja Hilfe im Word-Wide-Web.
Wegen des schnodderigen Endes des Buches, das nicht alle Fäden wirklich aufgreift und beendet und für manches Phänomen, das Adams einfach so dort stehen lässt, würde ich eigentlich noch ein halbes Sternchen abziehen, doch da dies nicht geht und der Autor meines Wissens nach einer der ersten war, der so wenig um Realität gab und sich so gern in seinen Parallelwelten austobte, bleibt es bei den vier Sternchen. Douglas Adams ist einfach Kult.